Jaipur

Stadtteil: Weststadt

Küche: indisch

Biergarten/Terrasse: nein

Tages-/Wochenkarte: nein

Preisniveau: durchschnittlich

Freundlichkeit des Service: freundlich

Aufmerksamkeit des Service: aufmerksam

Wartezeit Speisen / Getränke: angemessen

Qualität der Speisen: mäßig

Preis/Leistung: nicht gut

Homepage: http://jaipur-ka.de/

Bewertung Google: 4,3 von 5 Sternen

Bewertung Facebook: nicht vorhanden

 

 

 Das Lokal

Das indische Restaurant befindet sich im Herzen der Weststadt in der Lessingstraße. Das Restaurant ist klein aber fein mit einem typischen indischen Stil. Wir wurden an einem Donnerstag Mittag freundlich begrüßt und ergatterten auch ohne Reservierung noch einen Platz in dem recht gut gefüllten Restaurant.

 

Das Jaipur wurde uns aus dem Bekanntenkreis wärmstens empfohlen und auch die Bewertungen aus den sozialen Medien hörten sich vielversprechend an.

 

 Das Essen

Die Speisekarte des Jaipur ist sehr umfangreich. Für die Gäste am Mittag gibt es zusätzlich einige preiswerte Mittagsgerichte. Da diese meist schwer einer Bewertung einer Gastronomie gerecht werden, da sie kleiner und weniger aufwändig sind, entschieden wir uns für die „normale“ Speisekarte.

 

Zu Beginn muss für uns ein indisches Essen mit einem Mango Lassi beginnen. Dieser war lecker. Anschließend entschieden wir uns aufgrund einiger Empfehlungen für das Butter Chicken („Hähnchenfilet, 24 Stunden mariniert und am Spieß im Tandoor gegrillt, anschließend gebraten in Tomaten Butter-Sauce“) sowie das Chicken Mango Curry („Hühnerfleisch-Stücke in milder Sauce mit Mangostücken“). Dazu bestellten wir uns das bekannte indische Naan (-Brot) mit Knoblauch gefüllt.

 

Nach noch angemessener Wartezeit wurden zuerst die Chicken, dann das Naan serviert. Auf den ersten Blick waren wir verwundert, dass beide Gerichte fast identisch aussahen. Das ist vielleicht noch möglich, was uns aber irritierte, nein ärgerte, war, dass unsere Gerichte doppelt so teuer wie die Mittagsgerichte waren, dafür aber von der Größe und Menge identisch. Denn die meisten Tische um uns herum bestellten von der Mittagskarte. Die Portion war tatsächlich, positiv ausgedrückt, sehr übersichtlich. Vielleicht müssen wir dem Jaipur zu Gute halten, dass man ja eigentlich auch mittags sich nicht den Bauch vollschlagen sollte.

 

Jetzt aber zur Qualität: Wir waren sehr enttäuscht von unseren Gerichten. Die große Enttäuschung rührt daher, dass beide Gerichte überhaupt nicht nach indischen Gewürzen, sondern fast ausschließlich nach Tomatenmark schmeckten. Zudem war das Fleisch vereinzelt recht zäh und auch das ist für uns nicht nachvollziehbar, gerade das butterzarte, fast im Mund zerfallende Hähnchenfleisch steht doch für gute indische Küche. Das Naan schmeckte direkt zu Beginn, als es aber kälter wurde, war es recht schnell sehr hart.

 

Im Nachgang überlegten wir, ob wir wirklich den richtigen Bekanntenkreis haben, die uns vom Jaipur geradezu vorschwärmten. Als wir Fotos und Meinungen austauschten, bekamen wir recht schnell die Antwort, dass bei ihnen z.B. das Butter Chicken bei zahlreichen Besuchen immer sehr unterschiedlich zu unserem angerichtet wurde. Irritierend. Was war nur los im Jaipur?

 

 

 

Fazit

 

Leider haben wir heute keinen guten Mittagstisch im indischen Restaurant Jaipur genießen können. Das Fleisch war vereinzelt zäh, die Portionen klein und genauso groß wie der halb so teure Mittagstisch und die Gerichte schmeckten anstatt nach indischen Gewürzen nach Tomatenmark. Doch wie können Meinungen so auseinandergehen (mit dem Bewusstsein, dass Geschmäcker natürlich unterschiedlich sind) und wie kann es sein, dass ein Gericht plötzlich völlig anders serviert wird? Hat der Koch / der Besitzer gewechselt? Hatte der Koch einen schlechten Tag? Ist der Koch nur abends am Herd? Wir wissen es nicht und können es auch nicht bewerten. Vielleicht sind die Geschmäcker einfach doch so unterschiedlich. Was wir aber leider sagen können / müssen, dass uns der Besuch und die Gerichte nicht zugesagt haben. Schade.

 

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