Tialini

Stadtteil: Citypark

Küche: italienisch

Biergarten/Terrasse: ja

Tages-/Wochenkarte: ja

Preisniveau: durchschnittlich

Freundlichkeit des Service: freundlich

Aufmerksamkeit des Service: nicht immer aufmerksam

Wartezeit Speisen / Getränke: angemessen

Qualität der Speisen: gut

Preis/Leistung: gut

Homepage: Tialini

Bewertung Google: 4,1 von 5 Sternen

Bewertung Facebook: 3,4 von 5 Sternen

Das Lokal

 

Das tialini befindet sich direkt am Rande des Citypark und ist ein Franchise-Unternehmen mit weiteren Filialen u.a. in Stuttgart und Freiburg. Wir haben das Restaurant bereits direkt nach der Eröffnung vor einigen Jahren besucht und waren die ersten Wochen damals sehr begeistert und dann auf einen Schlag sehr enttäuscht. Man sagte uns damals, der Koch hätte gewechselt. Nach all den Jahren „Schwamm drüber“ und ein erneuter Versuch. Das Unternehmen, das auch durch die Beteiligung des Porsche-Chefs bekannt ist, wird im Internet sehr kontrovers diskutiert.

 

Wir kamen an einem Samstag Mittag um ca. 12 Uhr dort an und zu dem Zeitpunkt war nur ein einziger Tisch belegt, d.h. wir hatten freie Platzwahl. Wir wurden vom Service begrüßt, auch wenn das sicherlich noch ein wenig freundlicher geht. Verwundert schauten wir uns um, da unsere Augen im gesamten Restaurant keinen Italiener im Service, hinter der Bar oder am einsehbaren Pizzaofen sehen konnten. Vielleicht ist das dann doch der Unterschied zwischen Franchise-Unternehmen und großer Kette und dem kleinen Italiener um die Ecke. Nun gut, aufgrund der Quantität an italienischer Gastronomie ist dies vermutlich ein wenig zu viel Sozialromantik, immer von einem freundlichen und geselligen Italiener begrüßt und durch den Abend (bzw. den Mittag) begleitet zu werden.

 

Das Ambiente im tialini finden wir sehr schick, sehr modern, trotzdem sehr italienisch, einfach stimmig. Es lädt sowohl Familien als auch Geschäftsleute zu einem Business Lunch ein.

 

 Das Essen

Die Speisekarte ist hier nicht wirklich eine Karte, wie sie ein jeder kennt, sondern eher das Gedeck auf dem Tisch, als Platzset für die eigenen Speisen. Die Auswahl war bunt und vielfältig und hat uns gefallen. Zuerst das Flüssige, es gab eine Flasche Weißwein (ein Sauvignon Blanc aus Venedig) sowie sprudeliges Tafelwasser. Die Getränke wurden serviert, das erste Glas Wein aus der Flasche uns auch eingeschenkt, leider das letzte Mal an diesem Mittag. Es war recht leer im Restaurant, daher hätten wir uns hier ein wenig mehr Aufmerksamkeit gewünscht. Auch fiel uns auf, dass die Auswahl der Weingläser optimierbar ist, wir hatten eher das Gefühl, aus einem Wasserglas trinken zu „müssen“.

 

Als Vorspeise gab es die Bruschetta al Pomodoro sowie den Salat Caprese. Beide Gerichte überzeugten uns vollständig, auch unter dem preislichen Aspekt. Gerade der Insalata enthielt eine große Menge an Büffelmozzarella, was auch bereits im Einkauf nicht billig ist. Sehr überzeugte uns bei beiden Gerichten auch das qualitativ hochwertige Olivenöl, alles in allem ein sehr guter Start in das Verwöhn-Programm. Wäre der Hunger nicht so groß gewesen, hätten wir hier fast schon enden können, denn beide Portionen waren ordentlich.

 

Als Hauptgang entschieden wir uns für die Pizza Tialini (die muss ja gut sein, erstens wegen des Names, zweites knallrot als Tipp in der Speisekarte markiert) sowie die Rigatoni al Formaggi (was ein riesen Hunger einmal wieder auf eine überbackene Platte Pasta). Beginnen wir mit der Pasta, die eine völlig neue Kreation von „al Forno“ offenbarte, mit feiner Mascarpone-Sahnesauce mit Parmesan, mit Ziegenfrischkäse überbacken, dazu mit Honig gratinierte Weintrauben. Es wurde sofort ersichtlich, dass die Speise keine endlos dicke Käseschicht wie häufig auf „al Forno“-Gerichten enthielt. Die Speise schmeckte sehr frisch, sehr gut waren die Zutaten aufeinander abgestimmt und ausgesucht, rundum ein sehr gelungenes Gericht.

 

Von der Pizza waren wir leider ein wenig enttäuscht. Im tialini hat der Gast eine offene Sicht auf den Pizzabäcker, es wird deutlich, dass im Service sich eine einzige Person nur um Pizza kümmert. Hier können, nein müssen sich Erwartungen unterscheiden, als wenn in einer Großküche der Koch neben der Pizza noch Pasta und einen Insalata zubereiten muss. Die Pizza war uns ein wenig zu dick und zu fad im Geschmack. Keine Frage, die Pizza war gut, damit kann man nichts falsch machen, es war jedoch keine Pizza, die wir in Erinnerung behalten werden. Auch die Portionen der Hauptgänge waren üppig.

 

Zum Dessert gab es Tiramisú sowie Panna Cotta, auch hier waren wir eher geteilter Meinung. Das Tiramisú eine Wucht, superlecker und top aufeinander abgestimmt, mit frischer Vanille zubereitet. Letzter Punkt hat uns leider beim Panna Cotta gefehlt. Die Himbeersauce war zudem ein wenig zu säuerlich, dies überdeckte zu sehr die Sahnecreme.

 

 

Fazit

 

Nach Jahren waren wir einmal wieder im tialini und nach sehr durchwachsenen Bewertungen im Internet sowie gemischter Erfahrungen aus der Vergangenheit waren wir positiv überrascht. Die Vorspeisen überzeugten uns an diesem Mittag vom Preis-/Leistungsverhältnis am meisten. Beim Hauptgang sowie beim Dessert waren jeweils eine sehr leckere Variante dabei und eine, bei der wir Abstriche von einer sehr guten Bewertung machen müssen. Am wenigsten überzeugt waren wir vom Service, der ohne Frage nett war, vielleicht haben uns hier einfach das italienische Flair und die südländische Ausstrahlung gefehlt. Preislich fanden wir den schönen Mittag völlig angemessen.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    tidal (Samstag, 05 Mai 2018 16:03)

    frage : hochwertiges olivenöl, büffelmozzarella an was macht ihr das fest ? an geschmack, farbe, kassenzettel des einkaufs ? bitte um aufklärung.