Fettschmelze

Stadtteil: Oststadt

Küche: international

Biergarten/Terrasse: ja

Tages-/Wochenkarte: ja

Preisniveau: durchschnittlich

Freundlichkeit des Service: freundlich

Aufmerksamkeit des Service: aufmerksam

Wartezeit Speisen / Getränke: angemessen

Qualität der Speisen: sehr gut

Preis/Leistung: sehr gut

Homepage: Fettschmelze

Bewertung Google: 4,5 von 5 Sternen

Bewertung Facebook: 4,8 von 5 Sternen

Das Lokal

 

Die Fettschmelze ist für Außenstehende tatsächlich ein wenig schwer zu beschreiben. Einerseits Restaurant, aber auch Club, darüber hinaus auch noch Büro sowie Gastgeber für Kunstausstellungen, um nur ein kleines Sortiment der Angebotspalette zu erwähnen. Für die Gäste war die Fettschmelze bisher eher ab Donnerstag Abend ein Thema, seit einigen Wochen gibt es auf dem Gelände des Alten Schlachthofs aber nun von Dienstag bis Freitag Kantine. Endlich wieder Kantine, eine Hommage an alte Studientage sollte man meinen. Hier hat vermutlich jedoch der ein oder andere nicht die besten Erinnerungen, sei es aufgrund der Qualität, der (geringen) Masse oder auch des Überkonsums vieler Jahre.

 

Wir haben von der Kantine gehört und wollten dies sofort erleben. Die Räume der Fettschmelze sprechen für sich. Gleich beim Eintritt bekommt man eher das Gefühl, als habe die Fettschmelze auf dem alten Schlachthofgelände erst tags zuvor ihre Pforten geschlossen. Es ist gleich ein etwas anderes Ambiente, anderes Flair als in vielen anderen gastronomischen Einrichtungen. Das Konzept der Kantine ist sehr transparent, Pasta und Salat jeden Tag, dienstags Best-of-Mama, mittwochs Curryday, donnerstags Cucina Italiana sowie freitags Bowls.

 

 Freitags wie bitte? Ja, ihr habt richtig gehört. Zur Auswahl stand Tonkatsu Ramen sowie Shoyo Ramen. Wir könnten jetzt natürlich näher auf Ramen eingehen, wir mussten das tatsächlich auch vor unserem Besuch googlen, daher überlassen wir Euch diesen Spaß gerne auch.

 

Nach 13 Uhr ergatterten wir problemlos einen Tisch, jedoch bat uns Thomas Müller, direkt bei ihm am Tisch Platz zu nehmen. Dieses Angebot nahmen wir gerne an. Die Fettschmelze war zu dieser Uhrzeit schon recht geleert, zwischen 12 und 13 Uhr aber angeblich noch sehr voll. Aber auch das Angebot braucht natürlich Zeit sich herumzusprechen. Der Service begrüßte uns freundlich.

 

Das Essen

 

Wenn es schon einmal ein Gericht gibt, das wir so überhaupt nicht kennen, dann müssen wir es aus unserer Neugierde heraus natürlich auch bestellen. Wir bestellten die vegetarische Variante mit mariniertem Edamame (das kennt ihr aber oder doch nicht?) sowie knackigem Gemüse und Ei sowie einen Salat mit gebackenem Ziegenkäse mit hausgemachtem Chutney.

 

Gerade der Ramen war eine neue, uns noch unbekannte Geschmacksrichtung, für die Profis unter uns natürlich mit Stäbchen. Eine aus Sicht des Laien lecker gewürzte Suppe mit Edamame (was war das nun?) und Ramen (daher auch die Bezeichnung), geschmacklich neu, aber sehr lecker. Das hat uns überzeugt. Der Salat mit gebackenem Ziegenkäse ist mittlerweile ja fast auf jeder Speisekarte enthalten, die Variante in der Fettschmelze war aber auf jeden Fall eine der deutlichen besseren Sorte. Insgesamt waren beide Gerichte sehr schmackhaft und von hoher Qualität. Und dann sollte das bekannte i-Tüpfelchen kommen. In der Regel ist in der Kantine nicht mit Dessert zu rechnen, wir hatten aber Glück, dass die Fettschmelze ihren Gästen am Donnerstag und Freitag auch abends (im Sommer mit traumhaftem Außenbereich) mit Kulinarik verwöhnt und abends gibt es Dessert. Zu unserem Glück war noch Dessert vom Abend zuvor übrig, Tiramisú. Viele Worte können wir hier nicht verlieren: eine absolute Bombe, genial.

 

Wir konnten die Fettschmelze ein weiteres Mal besuchen, dieses Mal: Curryday. Wir wählten alle das Butter-Chicken-Curry mit Paprika und Kichererbsen sowie Reis. Das Gericht schmeckte superlecker, alle Zutaten perfekt aufeinander abgestimmt, die Menge hätte ein wenig mehr sein können, aber bekanntlich soll man ja nach und vor allem vor der Arbeit nicht so viel essen, das geringere Mittagstief wird es uns danken. Für einen Mittagstisch ist es erst einmal nicht billig, aber man schmeckt die Qualität und Qualität hat bekanntlich seinen Preis. Wieder hatten wir Glück und es gab Dessert und zwar Matcha-Cheesecake. Hier war uns die Portion deutlich zu groß und auch der Cake fast ein wenig zu mächtig. Hier wäre ein bißchen weniger mehr gewesen.

Fazit

 

Die Kantine in der Fettschmelze hat uns vollends überzeugt. Das Konzept sucht seinesgleichen in Karlsruhe, die Generation Restaurant 2.0. Das Essen war super zubereitet und von hoher Qualität, es schmeckte und das ist immer noch das wichtigste. Auch die übersichtliche Karte gefällt uns. Die Fettschmelze geht in Bezug auf die Kulinarik und Ambiente einen völlig neuen Weg, für uns wird dadurch die kulinarische Vielfalt in Karlsruhe noch größer und vor allem noch besser. Wir sind gespannt, was dir, liebe Fettschmelze in Zukunft noch einfallen wird und wie die Kantine angenommen wird.

 

 

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